Bindungsangst: Partner loslassen

Bindungsangst: Partner loslassen

Menschen mit Bindungsangst fällt es einerseits schwer Nähe zuzulassen, andererseits können sie den Partner nicht loslassen.

Oft kommt von Bekannten die Empfehlung, bei Bindungsangst: Partner loslassen. Als ob das so einfach wäre. Was immer wieder verstört, ist plötzliches Zurückziehen. Der Rückzug kommt meist unerwartet. Oft erkennt jemand, der selbst unter Bindungsangst leidet, dass sein Verhalten verstörend wirkt, aber es fehlt der Mut und die Souveränität, dem Partner zu signalisieren, dass es nicht mit ihm zu tun hat.

Es hat nichts mit Dir zu tun

Es scheint ihm unmöglich zu sagen: Mein plötzlicher Rückzug hat nichts mit Dir zu tun. Es gibt keinen Grund, dass Du Dir  Schuldgefühle machst und unter diesen Schuldgefühlen leidest.

Verlustangst und Bindungsangst

Um einen zukünftigen existenziellen Verlust zu vermeiden geht ein Mensch mit Verlustangst Bindungen aus dem Weg. Deshalb treten Verlustangst und Bindungsangst oft zusammen auf. Wer sehr früh als Kleinkind eine Trennung von der Mutter erlebt hat, ist in vielen Fällen dadurch traumatisiert.

Ein Beispiel: Ein Kind kommt aus medizinischen Gründen in eine Klinik. Je kleiner das Kind, desto weniger versteht es, was in einer solchen Situation passiert. Oder die Eltern geben ein 6 Monate altes Kind zur Oma, weil sie eine Auslandsreise antreten müssen. Die Oma berichtet ihrer Enkelin später, dass sie die ersten drei Tage bei der Oma nichts gegessen habe.
Ein klares Anzeichen dafür, wie verstörend die plötzliche Trennung von dem Kleinkind erlebt wurde.

Eine Trennung wirkt wie ein Schock

Die vorübergehende Trennung wirkt wie ein Schock. Ein Bereich des Kindes gibt auf und spaltet sich ab. „Das ist alles zu viel für mich, ihr könnt alleine weitermachen. Ich bin nicht mehr dabei.“

Später, wenn aus dem Kind ein erwachsener Mesch geworden ist: In einer Situation, in der erneut ein Verlust oder eine Trennung erlebt wird, oder auch nur befürchtet wird, meldet sich der abgetrennte Bereich mit einem Gefühl von Panik und Verzweiflung.

Für den Erwachsenen ist die panische Reaktion, die übertriebene Angst, nicht verständlich. In einer solchen Situation entsprechen die Emotionen nicht mehr denen eines Erwachsenen mit entsprechender Lebenserfahrung, sondern denen eines Kindes, das sich verlassen oder ausgesetzt fühlt.

Ein Mensch mit Verlustangst auf Grund eines Traumas, eines frühen Verlustes, fürchtet sich unter Umständen vor jeder Bindung. Aus Furcht davor, erneut einen Verlust zu erleiden, wird jede Nähe, jede Bindung, gemieden. Um Verluste zu vermeiden kommt es zu Bindungsangst. Vertrauen war immer gefährdet und deshalb fällt es schwer, sich auf einen anderen Menschen wirklich einzulassen. Menschen mit Bindungsangst und Verlustangst fällt es schwer, überhaupt eine Beziehung einzugehen. Je größer die Nähe wird, desto größer wird die Bindungsangst.

Warum verletzt mich die Bindungsangst meines Partners?

Wenn das Verhalten Ihres Partners Sie verletzt, dann könne Sie sich die Frage stellen:
Berührt sein Verhalten einen wunden Punkt in mir?

Bin ich bereit den Partner loszulassen? Bin ich bereit, den Partner so zu sehen, wie er ist?

Die wichtigste Voraussetzung für eine glückliche Beziehung ist, dass man sich selbst liebt. Kann ich mich selbst so akzeptieren wie ich bin, mit meinen Schwächen und Stärken? Wenn man das nicht kann, dann braucht man die Anerkennung anderer Menschen umso mehr. Und damit überfordert man nicht selten seine Umwelt.

Hält einem der Partner den Spiegel vor?

Oft sucht man sich Partner, die einem die Gelegenheit geben, sich an ihnen abzuarbeiten. Man verliebt sich unter Umständen in jemanden, der genau die Schwächen hat, die einen wunden Punkt bei einem selbst entsprechen. Man erwartet zum Beispiel von einem Partner ein bestimmtes Verhalten, das er gerade nicht bieten kann. Zum Beispiel möchte man größere Nähe, mehr Verlässlichkeit – und genau das kann dieser Mensch auf Grund seiner traumatischen Erlebnisse nicht bieten.

Wenn ich von einem anderen Menschen etwas möchte, was er mir zumindest jetzt nicht geben kann, wenn ich zu große Erwartungen habe, die der andere nicht erfüllen kann, dann ist Enttäuschung vorprogrammiert.

Bindungsangst feinstofflich betrachtet

Haben Sie Ihre Beziehungsprobleme schon einmal feinstofflich betrachten lassen?
Aus feinstofflicher Sicht besteht der Mensch nicht nur aus Haut und Knochen.
Das was die Lebendigkeit und Ausstrahlung eines Menschen ausmacht, ist die
feinstoffliche Substanz, die den Körper mit Leben erfüllt.

Ängste sind ein Ausdruck dafür, dass sich die feinstoffliche Substanz verhärtet und
verdichtet hat. Da hilft es wenig, wenn man versteht, wodurch die Angst entstanden
ist. Auch der Leidensdruck, der Wunsch nach Veränderung kann oft so lange nicht
zur innere Ordnung führen, so lange die Verhärtung der feinstofflichen Substanz
nicht aufgelöst ist.

Eine Feinstofftherapie / Feinstoffberatung kann die natürliche Tendenz des Organismus,
zur inneren Ordnung zurückzufinden, unterstützen. Da die Ursache für die Ängste in der Veränderung der feinstofflichen Substanz liegt, kann sie auch hier aufgelöst werden.

 

Eine Beziehung ist dann glücklich und erfüllend, wenn beide in Kontakt mit den Kraftquellen in sich selbst sind. So lange der Feinstoffkörper verletzt ist, ist der Kontakt zu den eigenen Kraftquellen nur begrenzt möglich.

Kommt jemand mit Bindungsangst zurück?

Wenn die Gedanken immer wieder darum kreisen, ob der Ex-Partner zurückkommt, verbunden mit Gefühlen von Sehnsucht und mangelndem Selbstwertgefühl, dann liegt bei einem selbst eine innere Unordnung vor.  Natürlich kann es sein, dass der Ex-Partner die von ihm ausgelöste Trennung bereut. Viele Menschen mit Bindungsangst leben in einer Ambivalenz: Einerseits ist da eine große Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit. Andererseits macht Nähe und Verbindlichkeit auch Angst.

Kommt ein Mann mit Bindungsangst zurück?

Ob ein Mann trotz seiner Bindungsangst zurückkommt, wenn er sich zurückgezogen hat, hängt nicht von dem Verhalten der Frau ab. Die spannendere Frage, ist: Warum fühlt eine Frau sich hingezogen zu einem Mann, der offensichtlich keine enge Beziehung eingehen will?

Statt die ganze Aufmerksamkeit auf den Ex zu richten, sollte man mehr Aufmerksamkeit darauf richten, wie bei einem selbst die innere Ordnung wiederhergestellt werden kann. Wer mehr bei sich ist, Gelassenheit ausstrahlt, ist auch für andere attraktiver. Siehe auch: Ex zurück, warum nach einer Trennung anderes wichtiger ist.

Wenn die erste Verliebtheit schwindet überwiegt die Bindungsangst

Jede Liebesbeziehung nährt sich aus drei Aspekten: Sex, Erotik und Liebe. Die erste Verliebtheit ist ein Geschenk für das Entstehen einer Beziehung. Aber sie verflüchtigt sich schnell, wenn man am Partner nichts Neues mehr entdecken kann. Das körperliche Bedürfnis nach Sex bleibt bestehen, aber die Faszination des Partners geht oft verloren.

Doch dieser sehr oft erlebbare Verlust der Faszination ist vermeidbar. Die Sensibilität für das noch nicht Verstandene oder das Geheimnis des Partners, für die geheimsten Winkel und Ecken in der Seele des Partners kann sich ein Leben lang weiterentwickeln. Liebe beginnt, wenn man sich nicht mehr auf die Automatik der ersten Verliebtheit verlässt. Liebe ist Aufmerksamkeit, Neugier, aktive Zuwendung. Sie erfordert die Haltung eines Künstlers, der weiß, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt.

Liebe braucht das Gespräch. Wenn das Gespräch zwischen den Liebenden erstirbt, versiegt die Quelle der Erotik. „Die Wahrheit beginnt zu zweit.“ Michael Lukas Moeller hatte in seinem Buch schon früh darauf hingewiesen, wie das Gespräch zwischen Liebenden gepflegt werden kann.

Jeder der beiden Liebenden hat einen blinden Fleck, eine eingeschränkte Perspektive. Es ist schwierig, dem Partner etwas zu sagen, was er nicht sieht. Was er oft nicht sehen kann, nicht selten sogar: Nicht sehen will. Es kann anstrengend sein, sich trotzdem um die Wahrheit zu bemühen. Die Wahrheit beginnt zu zweit bedeutet: „Hilf mir, Dich zu entdecken, indem Du etwas von Dir preisgibst.“

„Und damit es Dir leichter fällt, etwas von Dir preis zu geben, fange ich an: Ich gebe etwas von mir preis. Ich zeige mich verletzlich, indem ich mich traue, etwas von mir zu zeigen, das zart, verletzlich oder auch hässlich ist. Etwas, was ich niemandem bisher gezeigt habe.“

Und Offenheit erzeugt Offenheit. Freigiebigkeit erzeugt Freigiebigkeit. Liebe gebiert Liebe. Sehr romantisch. Aber es erfordert Mut und ein Klima der Geborgenheit. Oft ist es Arbeit. Es kann schmerzhaft sein. Aber es lohnt sich.

Wenn bestimmte Verhaltensweisen des Partners bei einem selbst unverhältnismäßig starke Emotionen wie Traurigkeit, Angst, Verzweiflung oder Wut auslösen, dann könnte eine Feinstofftherapie in einer Feinstoffpraxis helfen.
(Siehe Feinstofftherapie oder Bindungsangst Therapie online)

Beziehungsverweigerer

Aktive Beziehungsverweigerer machen kein Hehl aus ihrem Wunsch, keine enge Beziehung einzugehen. Durch ihre Worte und noch mehr durch ihre Taten machen sie deutlich: Ich will (jetzt noch) keine Beziehung. Sie müssen nicht unter dem Wunsch des aktiven Beziehungsverweigerers, allein bleiben zu wollen, leiden. Ihm gegenüber ist es klug, sich keine Illusionen zu machen, dass es „mit der Zeit“ schon noch anders werden könnte.

Schwieriger ist es mit den passiven Beziehungsverweigerern. Sie senden unterschiedliche Signale aus. Sie suchen sich bewusst oder meist unbewusst Menschen, die nicht erreichbar sind. Zum Beispiel, weil sie verheiratet sind oder weit weg wohnen. Phasen großer emotionaler Nähe können abrupt mit Phasen großer Distanz abwechseln.

Auch hier gilt: Es lohnt sich, die feinstoffliche Ursache für Beziehungsverweigerung zu beachten. Zum Beispiel könnte eine unglückliche Beziehung in der Vergangenheit weiterbestehen in Form einer feinstofflichen Verbindung. Erst wenn diese Verbindung aufgelöst ist, kann man sich für einen neuen Partner öffnen. Oder die Beziehung zur eigenen Mutter oder zum Vater ist feinstofflich noch so eng, dass mögliche Partner keine Chance haben.

Bindungsphobiker loslassen

„Ich bin ein Bindungsphobiker.“ Ist so ein Satz oder Gedanke hilfreich? Es ist nicht gut, wenn ich mir selbst ein Etikett aufklebe. Wenn es eine Angst vor Nähe, eine Angst vor einer engen Beziehung gibt, dann soll man sich dieser Angst stellen. Aber man sollte sich selbst nicht ein Label oder ein Etikett aufkleben. Warum nicht? Es verhindert den unbefangenen Blick auf Bindungsangst. Wenn man häufig Angst empfindet, so ist man noch lange kein Angsthase.

„Du bist ein Bindungsphobiker.“ Was Du nicht willst, das man Dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu. Alte Weisheit, gilt immer noch. Es tut weh, wenn man von anderen abgestempelt wird. Wir sind keine Patienten, sondern verletzliche Menschen. Wir haben Probleme. Es ist schädlich, wenn man die Augen vor den eigenen Verletzungen schließt. Doch Krankheitsbilder, die Menschen in Kategorien einteilen, helfen vielleicht einem Therapeuten, den Betroffenen meist nicht. Den eigenen Partner in eine Schublade zu stecken ist nicht ungefährlich: Wie kommt er da wieder raus?

Wörter können wie Waffen verwendet werden um zu verletzen. Wörter können auch die Sicht auf die Realität vernebeln. Okay, es gibt Situationen, da wird die Bindungsangst deutlich erlebt. „Wenn Du auf eine kritische Bemerkung von mir nichts sagst: Das macht mir Angst, dann kommt bei mir eine Alarmstimmung auf.“ Eine solche Bemerkung (in der Situation selbst!) ist hilfreicher als die Bemerkung: „Ich bin ein Bindungsphobiker“ oder „Du bist ein Bindungsphobiker“.

Wenn in einer Beziehung eine Person sich öffnet und etwas von sich preisgibt, kann es Nähe in einer Beziehung passieren, dass die andere Person nicht darauf reagiert, nichts sagt, den Blickkontakt meidet. In einer solchen Situation ist es hilfreicher zu sagen: „Jetzt erlebe ich Angst: Ich weiß nicht, warum Du nicht reagierst. Irgendwie erwarte ich ein Feedback. Wenn das nicht kommt, fühle ich mich abgelehnt.“ Konkrete Mitteilung in der aktuellen Situation darüber, was gerade Angst auslöst, ist hilfreicher als Spekulationen, ob Ich oder Du oder wir beide Bindungsphobiker sind. Stempel, Label oder Etiketten helfen weder Dir noch mir.

Wenn Sie einfach besser verstehen wollen, warum Sie immer wieder in bestimmte Situationen geraten, dann würden Seminare helfen. Der Vortrag: „Warum passiert mir das immer wieder“.

Hilfe, wenn man selbst Bindungsangst erlebt: Lesen Sie mehr…

Loslassen, aber wie macht man das?

Rebound-Beziehung aus feinstofflicher Sicht

Bindungsangst: Partner loslassen

Menschen mit Bindungsangst fällt es einerseits schwer Nähe zuzulassen, andererseits können sie den Partner nicht loslassen.

Was den Partner immer wieder verstört, ist plötzliches Zurückziehen. Der Rückzug kommt oft unerwartet. Oft erkennt jemand, der selbst unter Bindungsangst leidet, dass sein Verhalten verstörend wirkt, aber es fehlt der Mut und die Souveränität, dem Partner zu signalisieren, dass es nicht mit ihm zu tun hat. Es scheint ihm unmöglich zu sagen: Mein plötzlicher Rückzug hat nichts mit Dir zu tun. Es gibt keinen Grund, dass Du Dir  Schuldgefühle machst und unter diesen Schuldgefühlen leidest.

Wenn das Verhalten Ihres Partners Sie verletzt, dann könne Sie sich die Frage stellen:
Berührt sein Verhalten einen wunden Punkt in mir?

Bin ich bereit den Partner loszulassen? Bin ich bereit, den Partner so zu sehen, wie er ist?
Die wichtigste Voraussetzung für eine glückliche Beziehung ist, dass man sich selbst liebt. Kann ich mich selbst so akzeptieren wie ich bin, mit meinen Schwächen und Stärken? Wenn man das nicht kann, dann braucht man die Anerkennung anderer Menschen. Und damit überfordert man nicht selten seine Umwelt.

Hält einem der Partner den Spiegel vor?

Oft sucht man sich Partner, die einem die Gelegenheit geben, sich an ihnen abzuarbeiten. Man verliebt sich unter Umständen in jemanden, der genau die Schwächen hat, die einen wunden Punkt bei einem selbst entsprechen. Man erwartet ein bestimmtes Verhalten vom einem Partner, was er gerade nicht bieten kann.

Wenn ich von einem anderen Menschen etwas möchte, was er mir zumindest jetzt nicht geben kann, wenn ich zu große Erwartungen habe, die der andere nicht erfüllen kann, dann ist Enttäuschung vorprogrammiert.

Eine Beziehung ist dann glücklich und erfüllend, wenn beide in Kontakt mit ihrer eigenen Individualität sind. So lange der Feinstoffkörper 1 unterernährt ist und der Feinstoffkörper 2 Verletzungen aufweist, ist der Kontakt zum eigenen Wesen nur begrenzt möglich. Das Leben fängt eigentlich erst an, wenn man nicht mehr aus Prägungen und Gewohnheiten heraus sich selbst und anderen begegnet.

Wenn bestimmte Verhaltensweisen des Partners unverhältnismäßig starke Emotionen wie Traurigkeit, Angst, Verzweiflung oder Wut auslösen, dann könnte eine Beratung in einer Feinstoffpraxis helfen.
(Siehe Methode und Beratungen)

Wenn Sie einfach besser verstehen wollen, warum Sie immer wieder in bestimmte Situationen geraten, dann würde die Seminarreihe: “Feinstoffliche Grundlagen für das Leben” helfen.

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Loslassen, aber wie macht man das?